Die Innere Halle ist vielleicht der eklektischste Raum im Palast, mit Möbeln und Kuriositäten, die von Generationen der Familie von überall auf der Welt gesammelt wurden. Wenn Sie nach oben schauen, sehen Sie eine weitere kunstvoll geschnitzte Decke, die Scones religiöser und königlicher Vergangenheit huldigt. Von der gewölbten Decke hängen drei Laternen aus der Regency Periode aus vergoldetem Metall und lackiertem Messing im gotischen Stil.

Auf der rechten Seite des Raumes, wenn Sie in die Halle treten, befindet sich ein Florentiner Schrank aus Ebenholz auf einem Gestell aus Stein. Er wurde im Stil des italienischen Bildhauers Gian Battista Foggini in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts hergestellt. Der zentrale Schrank, welcher mit einer Vase mit Blumen eingelegt ist, enthält eine Reihe von Schubladen, hinter denen sich weitere Geheimschübe verbergen. Die Schubladen sind mit Paneelen aus rosa Achat auf Lapis Lazuli verkleidet und werden von vier Elfenbeinsäulen flankiert, über denen sich vergoldete Figuren auf Sockeln befinden. Der Lapis Lazuli in diesem Möbelstück stammt aus Afghanistan.

Der Raum, der traditionell dazu verwendet wurde, Besucher nach ihrer Reise willkommen zu heißen, verfügt über zwei Kamine, an denen sich erschöpfte Reisende aufwärmen und das Schlimmste des schottischen Wetters hinter sich lassen konnten. Besucher des Hauses wurden möglicherweise zu einem der vier schottischen Eichenhocker im Stil von George IV. geleitet, die vom Architekten William Atkinson speziell für diesen Raum entworfen wurden.

Die zwei Europäischen Braunbären, die Ihren Weg entlang des Raumes flankieren, wurden von Sir Lancelot Carnegie, dem Urgroßvater des jetzigen Earls, erlegt als er 1908 Sekretär an der Britischen Botschaft in Moskau war.

Gegenüber den Bären, unter den Fenstern, befindet sich ein Paar Louis XVI. Konsolentische aus der frühen Neoklassik (um 1760). Sie sind aus vergoldetem Holz mit geformten Platten aus marmoriertem Rotmarmor hergestellt und waren ursprünglich in Kenwood House, dem Zuhause des 1. Earls of Mansfield, bevor sie nach Scone Palace kamen.

Die Zeit wird in diesem Raum von einer prächtigen schlagenden “Pendele à Cronos” Pendeluhr aus Ormolu (Goldbronze) und rotem Marmor aus der Restaurationszeit erfasst, die von Pierre-Philippe Thomire (um 1815) hergestellt wurde. Die Uhr ist im neoklassizistischen Stil Thomires gehalten und zeigt Cronus, den griechischen Gott der Zeit, der eine mit Sternen übersäte Kugel trägt.

Es gibt mehrere bedeutende Gemälde in diesem Raum, von denen zwei von David Teniers II. (1610 - 1690) gemalt wurden und im Jahr 1810 von William Seguier, dem ersten ‘Keeper’ (Kurator / Verwalter) der National Gallery in London, für den 3. Earl erworben wurden. Teniers II. war ein flämischer Barockmaler, der während seines Lebens eine Vielzahl von künstlerischen Genres entwickelte und etablierte. Er wird insbesondere mit der Entwicklung der Tavernenmalerei (oft auch Bauerngenre genannt) in Verbindung gebracht. Dieses Genre, das aus dem 17. Jahrhundert stammt, zeigte oft eine Gruppe von Menschen, die tranken und fröhlich waren.

Seine Kompositionen waren zum Teil skurril wie im Gemälde mit dem Titel Affen zu sehen ist, das über dem Kamin in diesem Raum hängt. Hier wurden die menschlichen Figuren durch Affen ersetzt, die in einem recht unscheinbaren Raum Karten spielen, essen und rauchen. Neben “Affen” ist ein weiteres Werk von Teniers II. mit dem Titel “Zwei Dromedare mit Stallknechten in einem Stall” zu sehen.

Das bedeutendste Gemälde in diesem Raum, "Die Dorfpolitiker", hängt links neben der Tür, wenn Sie den Raum verlassen. Es wurde vom 3. Earl für 30 Guineen in Auftrag gegeben und sorgte 1806 für Aufsehen, als es erstmals ausgestellt wurde. Das Gemälde, das vom schottischen Künstler David Wilkie RA (Royal Academy of Arts) gemalt wurde, wurde für seine Ähnlichkeit mit dem Werk von Teniers II. gefeiert. Letztere liegt darin begründet, dass Wilkie sowohl das Genre der Tavernenszene aufgriff als auch Teniers Art, die aufwieglerische Wirkung von Trinken, Zeitungen und Klatsch darzustellen, nachahmte. "Die Dorfpolitiker" hat einen angesehenen Platz im schottischen Kunstkanon und wird auch heute noch für Ausstellungen angefragt.

Links neben derselben Tür befindet sich ein Paar teilvergoldeter Seitenschränke aus der Regency Periode aus imitierten Ebenholz. In diese Schränke wurden chinesische Schwarzlackpaneelen im Chinoiserie Stil aus dem 18. Jahrhundert eingefügt. Die Schränke verfügen jeweils über einen galerieartigen Aufsatz und eine D-förmige Marmorplatte in Ocker über einer mit Paneelen verkleideten Tür und werden von gerillten Pilastern und gebogenen Seiten flankiert.